L'Intavolatura di M. Alamanno Aiolli

Vom Tastenrepertoire des Florenz des 16. Jahrhunderts, Wiege der Renaissance und des Madrigals, ist nur eine leise Stimme überliefert. Erst in den 1960er Jahren wurde sie wiederentdeckt, als die Musikwissenschaftlerin Bianca Becherini auf den Ständen eines Marktes an der Piazza Santa Croce ein Manuskript mit Intavolaturen für Tasteninstrumente fand, unterzeichnet von Alamanno Aiolli.

The San Gimignano Manuscripts

Eine Gruppe von Manuskripten aus der Biblioteca Comunale von San Gimignano (Siena, Italien) eröffnet einen Einblick in ein bislang kaum erforschtes Repertoire: die Tastenmusik in der Toskana vom 16. bis zum späten 17. Jahrhundert. Die Quellen vermitteln ein reiches und vielschichtiges Bild der musikalischen Praxis jener Zeit: Neben einer lebendigen liturgischen Tätigkeit enthalten sie Intavolaturen von Madrigalen, canzonette und Tänzen nach zeitgenössischen Drucken von Komponisten wie Cipriano de Rore, Cristofano Malvezzi, Orazio Vecchi, Fabritio Caroso, bis hin zu Girolamo Frescobaldi.

An Italian journey to London

Im 18. Jahrhundert entwickelt sich London zu einem der wichtigsten europäischen Zentren für die Verbreitung italienischer Musik. Werke, Musiker und stilistische Modelle überschreiten Grenzen und stehen in einem kontinuierlichen Prozess der Veränderung. Von Corelli bis Clementi folgt das Programm einem Netzwerk von Verbindungen, in dem Repertoire zwischen Italien und England zirkuliert und sich im Laufe dieser Bewegung neu formt.